Frage:
Meist sind es die Kolleg*innen aus den USA oder Großbritannien, die unsere Geschäftsführung mit der Bitte um Unterstützung kontaktieren. Dies passiert oft bereits bei der Entwicklung von Konzepten; es kann aber auch vorkommen, dass wir für einzelne Projekte beauftragt werden. Zurzeit unterstütze ich in einem kleinen deutschen Team unsere amerikanischen Kolleg*innen bei der Einführung von Produkten in den deutschen Markt.
Frage:
Die Mehrheit unserer Aufträge kommt aus Deutschland, aber es erreichen uns regelmäßig Anfragen aus den USA oder anderen Ländern, entweder über unser Netzwerk oder auch direkt von den ausländischen Unternehmen.
Frage:
Einerseits kann die Zeitverschiebung eine Herausforderung sein. Hierdurch findet der Großteil der Calls erst am späten Nachmittag statt, auch wichtige Ad-hoc-Anfragen kommen oft recht spät, sind dann aber meistens zeitkritisch. Hier gilt es, alles im Blick zu behalten und bestmöglich vorzubereiten, damit wir schnell reagieren können. Aktuell hilft uns, dass wir ein deutsches Team haben, in dem wir uns untereinander absprechen und gegenseitig unterstützen können. Auch die Medienlandschaft (sowohl in Bezug auf Fach- als auch auf Laienpresse) ist eine andere, hinzu kommen andere regulatorische Bedingungen und Gesetze in der Healthcare-Branche. Auch hier ist Kommunikation der Schlüssel – lieber stimmen wir Vorgehen und Details einmal zu viel ab, um Missverständnissen vorzubeugen und dem Kunden oder auch unseren Kolleg*innen im Netzwerk länderspezifische Empfehlungen geben zu können.
Frage:
Die USA haben – anders als wir – beispielsweise kein Heilmittelwerbegesetz (HWG), die Kommunikation rund um verschreibungspflichtige Medikamente ist dort anders geregelt als in Deutschland. Insbesondere in der Produktkommunikation schafft das für unsere amerikanischen Kolleg*innen einen ganz anderen Rahmen, der für den deutschen Markt meist nicht funktioniert. Hier beraten wir also dahingehend, dass das Vorgehen und die Kommunikation optimal an lokale Gegebenheiten angepasst werden. Und das Prinzip der Selbstverwaltung im Gesundheitssystem und der solidarischen Versicherungsgemeinschaft ist z. B. den USA ebenfalls vollkommen fremd, so dass wir es immer wieder erläutern müssen, da es für die Kunden ganz andere Herausforderungen mit sich bringt.
